Forschung

 

Laufende Projekte

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vgl. bitte auch die Homepages der Mitglieder.

Idee & Ziel des Kolloquiums

Die Digitalisierung transformiert und durchdringt fast alle Lebensbereiche. Vor diesem Hintergrund sind die verschiedenen Sozialwissenschaften gefordert, Beiträge zum Verständnis der sozialen bzw. sozio-technischen Voraussetzungen und Konsequenzen dieser Transformation zu entwickeln. Bislang mangelt es im deutschsprachigen Wissenschaftssystem aber an Initiativen, die sich dieser Aufgabe in interdisziplinärer Kooperation annehmen. An der FAU hat sich im Kontext des Interdisziplinären Zentrums »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« (IZ Digital) die fakultätsübergreifende Arbeitsgruppe »Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel« etabliert.

Unter Digitalisierung verstehen wir die Zerlegung von Informationen und Rechenoperationen in einen Binärcode, der elektronisch und damit losgelöst von spezifischen Verarbeitungs- und Trägermaterialien
mit hoher Geschwindigkeit in großen Mengen und potenziell automatisch verarbeitet wird. Aufgrund dieser Eigenschaften hat die Digitalisierung das Potenzial, alle Lebensbereiche zu durchdringen und in ähnlicher Weise wie 150 Jahre zuvor die industrielle Revolution gesellschaftliche Verhältnisse grundlegend zu transformieren. Dabei sind Technologisierung und Automatisierung nicht, wie es im Zuge der Industrialisierung der Fall war, auf physikalische Prozesse beschränkt (Fabrik, Haushaltstechnik), sondern betreffen auch nicht-physikalische Prozesse in Organisationen und Privathaushalten (von veränderten Formen der Kommunikation und Wissensbeschaffung bis hin zur Vernetzung von Geräte des alltäglichen Gebrauchs).

Um das Thema »auf die Straße zu bringen« hat die AG für das Sommersemester 2016 ein gemeinsames Forschungskolloquium im Workshop-Modus initiiert. Das Ziel ist es, uns für ein gemeinsames
sozialwissenschaftlich orientiertes Forschungsprojekt im genannten Themenfeld „fit zu machen“. Hierzu wollen wir uns gegenseitig unsere Arbeitsgebiete sowie das jeweilige Interesse am Fokus „Digitalisierung“ näher bringen und Forschungsfragen herausdestillieren, die auch das Potenzial besitzen, in einen größeren oder mehrere kleinere Drittmittelanträge zu münden.

Zielgruppe des Kolloquiums

Eingeladen sind alle sozialwissenschaftlich orientierten WissenschaftlerInnen mit Interesse daran, das genannte Arbeitsgebiet als gemeinsames, disziplinübergreifendes Thema weiter zu entwickeln
und gemeinsame Forschungs- und Publikationsinitiativen anzugehen.

Modus des Kolloquiums

  • Vorträge von 30 Minuten Umfang (jeweils inkl. Handout mit zentralen Fragestellungen und Auswahl an Literaturhinweisen); danach jeweils Diskussion
  • Synopse „über alles“ am letzten Termin & Festlegen der weiteren Agenda

Termine: im Wintersemester 2016/1: jeweils 14-tägig, Donnerstag, 16:00-18:00 Uhr

20.10., 10.11., 01.12., 19.01., 02.02.

Ort: Erlangen, Kochstraße 4, Raum 01.055

Kontakt

Prof. Dr. Svenja Hagenhoff, Professur für Buchwissenschaft, insb. E-Publishung und Digitale Märkte, svenja.hagenhoff@fau.de

und/oder

Prof. Dr. Georg Glasze, Lehrstuhl für Kulturgeographie am Institut für Geographie,
georg.glasze@fau.de

 

Schrift und Zeichen. Computergestützte Analyse von hochmittelalterlichen Paptsurkunden. Ein Schlüssel zur Kulturgeschichte Europas

Leitung:
Prof. Dr. Klaus Herbers (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, FAU)
Prof. Dr. Joachim Hornegger (Lehrstuhl für Informatik 5: Mustererkennung, FAU)
Prof. Dr. Irmgard Fees (Lehrstuhl für Historische Medeinkunde, LMU)

Projektmitarbeiter:
Thorsten Schlauwitz M.A., Viktoria Trenkle (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, FAU)
Vincent Christlein, Dipl-Inf. (Lehrstuhl für Informatik 5: Mustererkennung, FAU)
Benedikt Hotz M.A., Benjamin Schönfeld M.A. (Lehrstuhl für Historische Medeinkunde, LMU)

Dieses vom BMBF im Rahmen der eHumanities geförderte Projekt ist eine Kooperation zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, Prof. Dr. Klaus Herbers; Lehrstuhl für Informatik 5 Mustererkennung, Prof. Dr. Joachim Hornegger) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehrstuhl für Historische Medienkunde, (Prof. Dr. Irmgard Fees). Das Ziel des Vorhabens ist insbesondere die detaillierte und systematische Untersuchung der Schriftentwicklung in den Papsturkunden des 11. und 12. Jahrhunderts. Der neue Ansatz profitiert dabei von seinem interdisziplinären Charakter, der die neuen Methoden der Mustererkennung mit denen der klassischen historischen und paläographischen Arbeitsweisen verbindet.

Zur Seite des Erlanger Teilprojektes.
Zur Seite des Münchner Teilprojektes.

 

 

Dissertationen

Betreuer: Prof. Dr. Ludwig Fesenmeier

Abstract:
Die Dissertation beschäftigt sich mit der automatischen Transformation flektierter Etyma des Lateinischen in die äquivalenten neufranzösischen Formen. Hierfür wird das lateinische Wort zunächst über ein Wortformerkennungssystem analysiert, um anschließend mittels Lautentwicklungen alle Sprachstufen bis zum Neufranzösischen zu durchlaufen. Abschließend wird das neufranzösische Ergebnis mit einem Wörterbuch abgeglichen, so dass sich nicht nur tatsächlich stattgefundene regelmäßige Entwicklungen automatisch nachvollziehen lassen, sondern auch abweichende Entwicklungen leichter untersucht werden können.