Studium

 

Das IZdigital sammelt und koordiniert das vielfältige Angebot an digitalen Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie und bündelt sie jedes Semester in einem Vorlesungsverzeichnis. Neben einzelnen Lehrveranstaltungen verschiedener Studienfächer, die sich Themen, Inhalten und Methoden der Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften widmen, führen Mitglieder des IZdigital auch immer wieder kooperative Lehrveranstaltungen durch.

BA Studiengang Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften

Darüber hinaus ist das IZdigital an der Konzeption und Durchführung des Studiengangs »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« (Digital Humanities and Social Sciences) beteiligt.

Seit dem Wintersemester 2016/17 können Studierende sich für das Zweitfach »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« einschreiben. Das Fach wird in Kombination mit einem Erstfach aus dem Angebot der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie absolviert und führt zum akademischen Abschluss Bachelor of Arts (B.A.).

Der Studiengang ist zulassungsfrei.

 

Facebook, Social Media, digitale Bilder, Big Data – im Kontext der so genannten digitalen Revolution verändern sich soziale Beziehungen, Sprache und der Umgang mit Bildern.  Organisations- und Entscheidungsformen, gesellschaftliche Raumverhältnisse usw. werden in Frage gestellt und neu konfiguriert. Die Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich mit allen Aspekten der menschlichen Gesellschaft, Kunst und Kultur, Sprache und Geschichte, mit Prozessen des Denkens und der Kommunikation befassen, sind gefordert, auch diesen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel zu erforschen und die sozio-technischen Voraussetzungen der Digitalisierung zu verstehen. Gleichzeitig eröffnen digitale Techniken auch zahlreiche neue methodische Möglichkeiten für die Geistes- und Sozialwissenschaften selbst.
Entsprechend haben sich die Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften als neues Forschungsfeld herausgebildet.

Das Angebot richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, die ein ausgeprägtes Interesse an gesellschaftlichen Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung, an visuellen Medien und / oder an Sprache und Literatur mitbringen. Sie sollten Lust haben an vernetztem Denken und an flexibler Problemlösung sowie in interdisziplinärer Zusammenarbeit geistes- und / oder sozialwissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitsfelder mit technischen Fragen der Entwicklung und Nutzung von Informationssystemen verknüpfen wollen.

Das Studium »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« qualifiziert Absolventinnen und Absolventen sowohl für ein einschlägiges Masterstudium als auch für verschiedene berufliche Tätigkeiten. Die erlernten Methoden ermöglichen ihnen die Erschließung neuer Denk- und Arbeitsweisen, die ihnen je nach Fächerkombination vielfältige Perspektiven in dynamisch wachsenden Forschungs- und Arbeitsfeldern am Schnittpunkt von Technologie, Gesellschaft und Kultur eröffnen. Exemplarisch als Arbeitsgebiete zu nennen sind die Inhalte- und Kommunikationswirtschaft (z.B. Verlagswesen, Agenturen, Öffentlichkeitsarbeit), die Kulturpflege und -vermittlung (z. B. Museen, Archive), die Politikberatung, das Geomarketing oder die Erwachsenenbildung.

 

Das Studienangebot ist interdisziplinär angelegt und nutzt fachliche Kompetenzen aus drei Fakultäten: der starken Erlanger Informatik aus der Technischen Fakultät, den Sozial-, Sprach-, Literatur-, Bild-, Medien- und Kulturwissenschaften aus der großen Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie sowie der in der Naturwissenschaftlichen Fakultät verankerten Kulturgeographie.
Das Studienangebot wird koordiniert vom Interdisziplinären Zentrum Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften.

Das Studium »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« bildet eine explizite Schnittstelle zwischen den bislang distanten Fächerkulturen der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Informationstechnologie. Die Konzeption ist fachübergreifend und interdisziplinär angelegt:

  • thematische Schwerpunkte in den Bereichen »Sprache und Text«, »Medien und Bild«, »Gesellschaft und Raum«
  • fachübergreifend ausgerichteter Wahlbereich
  • anwendungsorientiertes Praxismodul

Studierende setzen sich mit Konzepten und Technologien der Digitalisierung auseinander und erwerben

  • grundlegende Kenntnisse der Inhalte, Theorien und Methoden der Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften
  • theoretische und praktische informationstechnologische Kenntnisse

fundierte fachliche und methodische Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien in der Gesellschaft.

Einzelne Studieninhalte sind u. a.:

  • (objektorientierte) Programmierung
  • Verarbeitung von und sicherer Umgang mit Daten
  • Umgang mit Netzwerken
  • konzeptionelle Modellierung (SQL, XML, DTD, UML)
  • statistische Analyseverfahren
  • Webtechnologien
  • Kenntnisse für einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Daten (Rechtsfragen, Kommunikationsplattformen)

Das Zweitfach »Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften« ist mit einer anderen Disziplin aus dem weiten Feld der Philosophischen Fakultät mit Fachbereich Theologie studierbar. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Fächern und Kombinationsmöglichkeiten finden Sie hier.

Zur Auswahl stehen im Moment

  • Archäologische Wissenschaften
  • Buchwissenschaft
  • English and American Studies
  • Frankoromanistik
  • Germanistik
  • Geschichte
  • Iberoromanistik
  • Italoromanistik
  • Japanologie
  • Kulturgeographie
  • Kunstgeschichte
  • Ökonomie
  • Philosophie
  • Politikwissenschaft
  • Sinologie
  • Soziologie
  • Theater- und Medienwissenschaften
  • und weitere Fächer